Digital Production

  Prozesskette AM

Die Gruppe Digital Production forscht schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung der Additiven Fertigung in einem vollständig vernetzten, digitalen Produktionsumfeld: Vom digitalen Produktmodell, über das automatisierte Bauteil- und Pulverhandling in einer AM-Factory bis hin zum einsatzbereiten, zertifizierten Bauteil werden dabei alle Aspekte der additiven Produktentstehung berücksichtigt.

In diesem Umfeld entsteht entlang der AM Prozesskette (siehe Bild) aus einem zunächst digitalen Produkt dessen physisches Abbild in der realen Welt. Entlang dieses Pfads sind zahlreiche neuartige, computergestützte Verfahren, aber auch konventionelle Fertigungs- und Prüf-Technologien relevant. Im Spannungsfeld „digital vs. physisch“ müssen die Potenziale und Einschränkungen der einzelnen Technologien unter Erzielung größtmöglicher Synergieeffekte vereint werden.

Neben der Befähigung der einzelnen Prozesse im Sinne von Industrie 4.0, bspw. mittels innovativer Prozesssensorik, kommt dabei vor allem den Schnittstellen zwischen den Prozessschritten eine große Bedeutung zu: diese müssen hinreichend definiert und vernetzt sein.

Die Additive Fertigung als einer der „realen Arme“ der Digitalisierung bietet großes Potenzial, zukunftsweisende Technologien erstmals erfolgreich zu erproben und anschließend zu industrialisieren. Hierfür sind auf technischer Ebene robuste Methoden zur virtuellen Kooperation, Technologiedatenbanken und AM-Fabrikplanungskonzepte erforderlich. Um Additive Fertigung kosteneffizient und wertschöpfungsoptimal im industriellen Maßstab zu implementieren, erforscht und entwickelt der DAP etwa Methoden zur Kostenbewertung, Lieferantenqualifizierung und Wertstromanalyse.